Simulation ist mehr als Software

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Interview mit dem CADFEM Geschäftsführer

Was zeichnet Ansys 2022 R1 aus, Erke Wang?

Anfang Februar ist die jüngste Version der Ansys Programmfamilie erschienen. Die CADFEM Spezialisten haben die Neuheiten und Weiterentwicklungen schon ausprobiert. Wir haben mit Erke Wang, dem Geschäftsführer der CADFEM GmbH, darüber gesprochen, was Ansys 2022 R1 besonders macht, was Kunden an CADFEM haben und wohin die Reise der Simulation geht.

Erke Wang, was zeichnet das neue Ansys Release aus?

Was alles neu und besonders in Ansys 2022 R1 ist, werden wir in den CADFEM Update-Webinaren detailliert vorstellen. Zwei Highlights möchte ich hier hervorheben:

Highlight Nr. 1 ist die Geschwindigkeit. Geometrie-Modellierung und Vernetzung werden spürbar beschleunigt und sogar qualitativ besser. Durch die CPU-Parallelisierung wird auch die Berechnung selbst viel schneller. Was dieses Mal noch dazu kommt, ist die GPU. Davon profitieren wir insbesondere bei Optik-Simulationen mit Ansys Speos und CFD-Simulationen mit Ansys Fluent. Eine tolle Botschaft!

Highlight Nr. 2 ist der „Workflow“. Die Software wird immer einfacher in der Bedienung, sogar für komplizierte Berechnungsaufgaben, etwa im Bereich der Akustik. Von der akustischen Anregung über die akustische Schwingung bis hin zur akustischen Energie ist der Prozess jetzt automatisiert. Das sind beste Voraussetzungen für eine vollständige akustische Simulation. Auch für die Auslegung von Elektromotoren gibt es gute Nachrichten: Wir können mit Ansys Motor-CAD und Ansys optiSLang ab sofort mehrere Betriebspunkte gleichzeitig optimieren.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich Ansys-Usern damit?

Mit den neuen Features kommen Anwendungsgebiete hinzu, auf die viele aus der Community lange gewartet haben. Ein neuer Solver und die erwähnte zusätzliche Geschwindigkeit bedeuten, dass insbesondere große Modelle noch effizienter simuliert und Parameterstudien viel effizienter durchgeführt werden können. Und die Genauigkeit der Ergebnisse nimmt zu – ohne zusätzlichen Aufwand.

Was vielleicht noch wichtiger ist für den Simulationsalltag: der neue Workflow geht leicht von der Hand. Dies alles wird mit der neuen Version sofort sichtbar, spürbar, erlebbar. Besonders wichtig: Durch die Übernahmen von Spezialanbietern in den letzten Jahren gehört jetzt das gesamte Spektrum für die optische Simulation zu Ansys, zum Beispiel Beleuchtungsdesign für Lasertechnik oder Sensorsteuerung. Passend dazu haben wir bei CADFEM in ein Optiklabor investiert. Das bedeutet, dass unsere Kunden die optischen Eigenschaften von Material auch bei uns messen lassen können.

Was bietet CADFEM seinen Kunden rund um Ansys?

Damit jeder CADFEM-Anwender die neuen Ansys-Funktionen schnell kennen lernt, bieten wir auch jetzt wieder unsere beliebten Update-Webinare an, für die großen physikalischen Domänen. Unsere Experten haben alle neuen Funktionalitäten schon intensiv getestet. Wir möchten unsere Kunden damit ermutigen, die neuen Featuren zu verwenden. Und wenn Fragen dazu aufkommen, steht unser Support-Team gerne bereit, um zu helfen.

Die Software wird immer einfacher in der Bedienung, sogar für komplizierte Berechnungsaufgaben.

Erke Wang, Managing Director CADFEM GmbH

Wie hilft CADFEM Kunden, erfolgreich zu simulieren?

Wir wissen: Simulation ist mehr als Software! Unser Anspruch ist es, Kunden durch Know-how-Transfer und Engineering-Weiterbildung in die Lage zu versetzen, Simulationstechnologie in der Produktentwicklung einfach und effizient zu nutzen. Unsere Kunden beraten wir bei der Einführung der Simulation nicht nur bei der Auswahl einer optimalen Softwarelösung. Vielmehr profitieren sie auch von unserer riesigen Simulationsexpertise, für die weit mehr als hundert hoch qualifizierte CADFEM Ingenieure stehen.

In welche Richtungen entwickelt sich Simulation?

Wie wird die Simulation in 5 Jahren aussehen? Das wird spannend, denn es sind schon jetzt einige Trends erkennbar. Ich möchte hier 5 davon nennen: Trend 1: Wir haben gemerkt, dass Simulation immer früher im Entwicklungsprozess eingesetzt wird. Wir brauchen eine Technologie, die sehr schnell in der Vorentwicklungsphase das Simulieren ermöglicht: GPU-Technologie. Mit ihr können Ingenieure Live-Simulationen, also sekundenschnelle Berechnungen, durchführen und früh belastbare Entscheidungen treffen.

Trend 2 ist die Prozessautomatisierung. Es geht darum, in der Simulation nicht nur einzelne physikalische Domänen zu betrachten, sondern mehrere Teilbereiche der Physik zu koppeln. Oder nicht nur ein Simulationstool zu verwenden, sondern verschiedene, die automatisch ineinandergreifen, wie dies bei Multiphysics-System-Simulationen der Fall ist. Eine Automatisierung erleichtert solche Prozesse. Simulation wird skalierbar und gewährleistet Genauigkeit und Stabilität.

Trend 3 ist die Nutzung des Wissens, das wir in der Simulation gewinnen. Wir wollen es in den Produktentwicklungsprozess implementieren. Durch Simulation Process Data Management, kurz: SPDM, können wir diese ganzen Informationen sehr gut mit PLM und PDM im Produktentwicklungsprozess verwenden.

Trend 4 ist Cloud-Computing, das heißt eine robuste und sichere Cloud-Lösung. Mit ihr wird Software und Hardware immer und überall bedarfsgerecht verfügbar. Der 5. und letzte Trend meiner Liste ist ebenso wichtig wie die vorgenannten: Eine intelligente Lösung, basierend auf KI-Technologie.

Was sind heute die Haupttreiber im Engineering?

Hier möchte ich zwei wichtige Punkte erwähnen: Der eine ist die Nachhaltigkeit. Wir alle wissen, dass Produkte effizienter, leichter und ressourcenschonender werden müssen. Gleichzeitig sollen sie robust und langlebig sein. Diese Parameter sind nicht einfach unter einen Hut zu bekommen. Simulation kann das schaffen. Wir sind überzeugt, dass bei der Erfüllung solcher Nachhaltigkeitsanforderungen die Simulation eine herausragende Rolle in der Produktentwicklung spielt.

Der andere Punkt ist natürlich die digitale Transformation. Für jede Kundenanforderung gibt es eine digitale Methode, in unserem Fall zum Validieren und Testen, damit wegweisende Entscheidungen früher getroffen werden. Entscheidungen, die den gesamten Produktentwicklungsprozess deutlich effizienter machen.

Und das gilt für jedes Produkt. Nehmen wir eine Trinkflasche. Eine Firma möchte sie entwickeln, sie muss ein gutes Design haben, mit möglichst wenig Material und trotzdem robust. Der beauftragte Konstrukteur kann mit Simulation von Anfang an und zu jedem Zeitpunkt die Anforderungen überprüfen und bewerten. Das macht die gesamte Entwicklung viel schneller und effizienter.

Wie tragen CADFEM und Ansys zur Digitalisierung bei?

Auch diese Antwort hat zwei Teile. Erstens: Simulation ist im gesamten Produktlebenszyklus zuhause. Simulation findet sich nicht nur in der Entwicklung wieder, da wo man sie erwartet und wo ich sie für unverzichtbar halte. Aber Simulation hilft auch in der Produktion, gerade bei neuen Verfahren, Stichwort: 3D-Druck. Solche neuen Methoden werden mit Simulation noch effizienter. Simulation ist sogar im Betrieb und im Service wertvoll, Stichwort: Digitaler Zwilling. Mit Sensoren und Simulation können wir Produkte zukünftig viel besser verstehen und beobachten.

Das war Teil eins der Antwort, hier kommt Teil zwei: Simulation kann in der gesamten Entwicklungsphase in andere Tools zu integriert werden durch die bereits genannte Simulation Process Data Management Methode.

Unser Anspruch ist es, Kunden zu helfen, Simulation in der Produktentwicklung einfach und effizient zu nutzen.

Erke Wang, Managing Director CADFEM GmbH

Wie kann CADFEM in Pandemiezeiten unterstützen?

Was können wir für Unternehmen tun, gerade auch in herausfordernden Zeiten wie der Pandemie, in der viele im Home-Office arbeiten? Wir alle wissen: Unternehmen mit einer digitalen Infrastruktur haben von dieser während der Krise profitiert. Die Einrichtung und verlässliche Verfügbarkeit der bereits erwähnten Cloud-Lösung mit Software und Rechenressourcen ist ein Beitrag von CADFEM, damit es bei unseren Kunden auch im Home-Office weitergeht. Ein anderer ist die Weiterbildung. Mit den CADFEM eLearning Online Seminare können sich Ingenieure von zu Hause aus problemlos beim Thema Simulation aus- und weiterbilden.

Nächster Baustein: Live-Simulation. Eine schnelle Option, um auch von zuhause mit Kollegen oder Kunden neue Ideen zu diskutieren, Varianten zu testen und zu neuen Produkten zu kommunizieren. Mit CADFEM wird das Home-Office zum Digitallabor.

Vielen Dank, Erke Wang, für diese Informationen.

CADFEM: Ansys Elite Channel Partner. Seit 1985.

CADFEM und Ansys verbindet eine jahrzehntelange enge Partnerschaft. Als Ansys Elite Channel Partner erhalten CADFEM Kunden aus Industrie, Forschung und Lehre neben der Ansys Software Zusatzlösungen, Wissensangebote und Dienstleistungen für eine erfolgreiche Simulation. Erke Wang ist fast von Anfang an dabei.

CADFEM Geschäftsführer Erke Wang ist fast von Anfang an dabei.

>40
Jahre
ist Erke Wang ganz nah dran an der Entwicklung von Ansys.
1988
Start bei CADFEM
Erke Wang prägt CADFEM seit über 30 Jahren.
>7000
Follower
auf LinkedIn erhalten die fast täglichen Postings von Erke Wang.